Auch andere Lebewesen brauchen
Wasser zum Leben
Was ist ein Gebirgsbach und wer lebt darin?
Vom Menschen unberührte Gebirgsbäche bilden weite Schleifen (Mäander). Um Land zu gewinnen, wurden viele Feuchtgebiete trocken gelegt sowie Bäche und Flüsse begradigt. Dadurch gibt es oft nur noch sehr wenige natürliche Gewässer.
Bäche kann man durch folgende Merkmale beschreiben:
- Die Wassertemparatur: Das Wasser in den Gebirgsbächen ist meist kristallklar und eisig kalt. Es gibt keine großen Temperaturunterschiede zwischen morgens und mittags oder in der Nacht, genauso nicht (oder nicht viel) zwischen Sommer und Winter. Die Tiere, die im Gebirgsbach leben, sind an diese Temperaturen gewöhnt, es macht ihnen gar nichts aus. Im Gegenteil, sie hätten Probleme im Bach weiterhin zu überleben, wenn sich die Temperatur sehr stark verändern würde.
- Die Strömung: Der Verlauf von Fließgewässern und das Leben im Wasser werden durch die Strömung bestimmt. Diese wiederum wird durch das "Gefälle" und die Wassermenge bestimmt. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Jahreszeiten. Im späten Frühjahr und im Sommer ist mehr Wasser im Bach, weil der Schnee in den Bergen schmilzt.
- Die Bewohner: in Gebirgsbächen leben andere Bewohner als in anderen Bächen. Hier findet man Larven von verschiedenen Insekten (z.B. der Eintagsfliegenlarve, Steinfliegen, Köcherfliegen oder Kriebelmücken). Man kann aber auch sogenannte "Strudelwürmer" entdecken – diese sind meistens nicht einmal zwei Zentimeter groß! Um von der starken Strömung nicht mitgerissen zu werden, haben die Bewohner eigene Techniken entwickelt. Zum Beispiel verwenden sie Haftscheiben, um sich an den Steinen festzuhalten, oder sie haben Klammervorrichtungen an den Beinen, um nicht fortgerissen zu werden.
Wer lebt in Tümpel, Teich und Weiher?
- Verglichen mit den Bächen beherbergen stehende Gewässer meist viel mehr Bewohner – Pflanzen und Tiere.
- Ein Tümpel ist ein stehendes Gewässer, das im Laufe des Jahres austrocknet. Einen Teich und einen Weiher zu unterscheiden, ist manchmal gar nicht so einfach. Beide sind nicht tiefer als zwei Meter, jedoch ist der Teich künstlich angelegt. Von einem See spricht man, wenn die Wassertiefe größer als zwei Meter ist.
- Teiche und Weiher haben meist ein Ufer, das von Schilf, Rohrkolben und Sauergräsern umgeben ist. Dort leben viele Tiere, vor allem Vögel da ihnen das Dickicht Schutz bietet wenn sie ihre Jungen aufziehen. Vögel die dort (zumindest einen Teil ihres Lebens) leben sind z.B. die Blaumeise, der Teichrohrsänger oder die Rohrdrommel.
- Wer lebt auf dem Wasser? Die Wasseroberfläche ist das Reich der Wasserläufer! Diese ernähren sich von Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen. Er wird dabei durch die Wellen auf der Wasseroberfläche angelockt welche die Tiere, die versuchen wieder loszukommen durch das Strampeln verursachen. Taumelkäfer sind ebenfalls Räuber an der Wasseroberfläche. Ihnen entkommt kaum eine Beute denn sie können mit ihren zweiteiligen Augen sowohl über als auch unter Wasser sehen.
- Räuber und Beute im Wasser. Unter der Wasseroberfläche leben oft Gelbrandkäfer und ihre Larven. Sie sind sehr gefürchtete Räuber – mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen packen und zerreißen sie Kaulquappen, Teichinsekten und sogar kleine Fische. Flinke Räuber sind auch die Larven der Libellen. Sie lauern ihrer Beute zwischen den Wasserpflanzen auf und fangen diese mit ihrer Unterlippe die eine Art Fangmaske ist.
- Leben im Pflanzengürtel. Der Pflanzengürtel am Wasserrand dient nicht nur als Schutz sondern auch als Nahrung für viele Tiere, so zum Beispiel für die Eintagsfliegenlarve. Aber auch Ruderwanzen und Wasserasseln finden hier einiges an verwesenden und abgestorbenen Pflanzen als Nahrung. Die Schnecken hingegen grasen ganz einfach mit ihrer Raspelzunge die Stängel und Blätter ab. Zwischen den Pflanzen lauern aber auch gefräßige Räuber: Wasserskorpione und Stabwanzen.
- Klein aber oho! Das Wasser ist natürlich auch Heimat für sehr kleine Tiere (z.B. Wasserflöhe, Hüpferlinge, usw.) und für Tierkinder. Die Köcherfliege, Eintagsfliege, Stechmücke und die Libelle legen ihre Eier im Wasser ab wo die Entwicklung zum erwachsenen Tier stattfindet. Aber natürlich kommen hier auch die Froschkinder als "Kaulquappen" zur Welt.
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